Schockerberg 1997

„Politiker-Derblecken“ – der CSU/JU hat´s Spaß gemacht

„Schockerberg“ mit Helmut Schmidbauer als den „Bruder Barnabas“

Schongau (wk) – Mit dem „Starkbieranstich“ und dem „Politiker-Derblecken“ im Gasthof „Märchenwald“ wurde von der Schongauer JU und CSU die „fünfte Jahreszeit“ schon beinahe wieder ausgeläutet. Heftig wurden dabei auf dem „Schockerberg“ Stadtpolitiker aller Fraktionen auf die Schippe genommen. Doch vor Ort mitbekommen haben die „Politikerschelte“ mit Ausnahme der Stadträtin Brigitte Ressle von der UWV lediglich die Mitglieder der Jungen Union und der CSU.
Die rund 80 Besucher erlebten knapp drei Stunden ein munteres Programm, da Michael Eberle und Luitpold Braun jun. organisiert hatten.
Der Helmut Schmidbauer schlüpfte in die Kutte des Salvator-Mönchs Bruder Barnabas. Asketisch sah dabei Schongau langjähriger CSU-Ortsvorsitzender aus, so dass man ihm durchaus Enthaltsamkeit zur Fastenzeit abnehmen konnte. Im übrigen kam „Bruder Barnabas“ gut an (ein Geheimtipp für die Münchner, sollte Erich Hallhuber mal nicht zur Verfügung stehen). Er beschränkte sich nicht auf die Schelte von Stadtpolitikern von der SPD und UWV, auch seine Parteifreunde bekamen ihr Fett ab. Unterschied: Die in Richtung SPD abgeschossenen Pfeile waren „vergiftet“.
„Paulator“ (zweiter Bürgermeister Paul Huber) und „Seppator“ (Josef Ressle jun.) betrachteten die Schongauer „Szenerie“ „von oben“, unterstützt von Himmelsgeläut (… frohlocket) und Händels „Halleluja“. Erfreulich dabei war, dass die beiden „Himmelsredner“ neben den Ortspolitikern auch die Heimatzeitung in ihr „Gebet“ mit einschlossen.
Die „Sängerknaben“ der JU gaben ihr musikalisches Debüt. Nach bekannten Ohrwürmern wurde kräftig „gereimt“. Beispiel: „Schongau ist eine rote Stadt, weil sie jetzt einen Zeller hat“.
Marianne Porsche-Rohrer von den CSU-Frauen bescheinigte den Roten „geringe Gelehrigkeit“ und großes „Geschwafel“. Verpackt in „Schnaderhüpferln“ langten Luitpold Braun jun. und Helmut Schmidbauer nochmals kräftig zu. Wobei Schmidbauers Gesangsausbildung und seine langjährige Gesangspraxis im Schongauer Stadtchor „unüberhörbar“ waren. Die Bläser der Musikkapelle „Heimatgruß“ unter Michael Schaur waren es, die dem „Starkbier-“ und „starken Reden-Abend“ ihren musikalischen Stempel aufdrückten.

AUFGESCHNAPPT
Schongau (wk) – Beim „Starkbieranstich“ und dem „Politiker-Derblecken“ auf dem Schongauer „Schockerberg“ servierten die „Akteure“ zahlreiche Sprüche.

Hier eine Auswahl:

„Vor Gericht und im Stadtrat lügt man nicht, man sagt höchstens die Unwahrheit.“

Bruder Barnabas (Helmut Schmidbauer) zu Jurist Michael Eberle.

„So früh wie heut sind Sie noch nie zu spät gekommen.“
Barnabas zu Stadtrat Josef Reßle.

„Alles was vom Zeller kommt, findet bei ihm rückgradlose Zustimmung.“
Barnabas über Einzelkämpfer Sigi Müller.

„Wenn er gut simuliert, schaut er intelligent drein.“
Über Stadtrat Bohrer.

„ Die Sozis sind der Schwarm aller Kannibalen: Viel Sitzfleisch und wenig Rückgrad!“
Über die SPD-Kollegen.

„Im Hause Braun is ois beeinand, Landrat, Stadtrat und Parteivorstand. Als Troika der CSU, da schauen´s jetzt dem Zeller zu, dass der sich oft als Ochs gebärde.“
Paulator und Seppator bei ihren „himmlischen“ Reden.

„So is da Dr. Zeller zum Amt kumma… wia d´Jungfrau zum Kinde…kurz vorher hoat er vorbei g´schaut…hat Kindergärten und s´Lagerhaus b´suacht… des hoat g´langt…ganz ohne Stichwahl!!!!“
Paul und Seppator zur verlorenen Bürgermeisterwahl.

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