Kategorie: Allgemein

Thomas Schleich rückt im Stadtrat nach

Thomas Schleich rückt im Stadtrat nach

„Gesundheit und Familie gehen vor“

Ein neuer Stadtrat ist am Dienstag in Schongau vereidigt worden. Thomas Schleich folgt Michael Eberle nach. Der Leiter des Landsberger Amtsgerichts hatte im Urlaub einen Herzinfarkt erlitten und aus gesundheitlichen Gründen sein Mandat niedergelegt. Neue Fraktionsvorsitzende der CSU ist Kornelia Funke.

Schongau „Es fällt mir nicht so einfach, diesen Punkt aufzurufen.“ Mit diesen Worten leitete Bürgermeister Falk Sluyterman in der Sitzung zum Tagesordnungspunkt Mandatsniederlegung über. „Es ist klar, dass uns Michael Eberle als Stadtrat fehlen wird“, so der Bürgermeister, der Eberle als „außerordentlich engagierten, fleißigen und kompetenten Stadtrat“ lobte. „Wir waren nicht immer einer Meinung, aber es ging immer darum, zum Wohle der Stadt die Dinge voranzubringen.“

Seit 1996 saß Eberle im Gremium, bereits seit 2008 hatte er den Vorsitz der CSU-Fraktion inne und war auch Mitglied in verschiedenen Ausschüssen. „Eigentlich ist Eberle aus dem kommunalpolitischen Geschehen nicht wegzudenken“, so Sluyterman.

Eberle konnte selbst nicht persönlich an der Sitzung teilnehmen, bat auch in einem Schreiben an die Stadt darum, derzeit von einer Entscheidung über eine eventuelle Ehrung für seine nun 22-jährige Tätigkeit als Stadtrat abzusehen – es sei noch offen, ob und in welcher Form er eventuell in die Kommunalpolitik zurückkehren könne. Eberle bedankte sich nicht nur bei der Verwaltung – insbesondere den Stadtbaumeistern, dem Kämmerer und dem Leiter der Forstverwaltung – für die konstruktive Zusammenarbeit. Er hoffe, schreibt Eberle weiter, „dass der Stadtrat seine Stellung als wichtigstes Gemeindeorgan wahrnimmt, objektiv von der Verwaltung informiert wird und den Mut besitzt, die Entscheidungen zu treffen, die für Schongau wichtig und richtig sind“. In der Vergangenheit habe es sich gezeigt, dass Lösungen auch möglich seien, wenn gegenteilige Stellungnahmen vorlägen. „Die Verhinderung der Straßenausbaubeitragssatzung ist nur ein Beispiel dafür, dass die Stadträte Spielräume haben, diese aber auch erkennen und wahrnehmen müssen“, formulierte es Eberle in seinem Antrag, ihn im Hinblick auf seine akute gesundheitliche Problematik von seinen Pflichten zu entbinden. Der Schongauer Stadtrat stimmte diesem einstimmig zu.

Wie bereits berichtet, hatte Listennachfolger Robert Seitz aus beruflichen und zeitlichen Gründen die Übernahme des Amtes abgelehnt. Rosemarie Wölfle lehnte aus persönlichen Gründen ab. Der nächste Listennachfolger ist Thomas Schleich. Der 33-Jährige legte noch in der gleichen Sitzung den Amtseid ab.

Die langjährige Stadträtin Kornelia Funke war unmittelbar vor der Sitzung als Vorsitzende und Sprecherin der CSU-Fraktion gewählt worden. Im Gespräch mit unserer Zeitung bedauerte sie die Mandatsniederlegung Eberles als „riesigen Verlust“, gerade und vor allem in der Stadtratsarbeit werde man ihn vermissen. Aber es sei auch eine kluge Entscheidung gewesen – „Gesundheit und Familie haben immer Vorrang“, so Funke. Im Namen der CSU-Fraktion wünschte sie eine rasche Genesung. Sie hoffe auf „engen Kontakt“.

Der 33-jährige Thomas Schleich ist gebürtiger Schongauer. Er legte die Ausbildung zum Technischen Zeichner ab, absolvierte danach ein Fernstudium zum Maschinenbautechniker. Er arbeitet als Konstrukteur bei Hoerbiger. Schleich ist verheiratet und Vater dreier kleiner Kinder. Neben der Familie ist ihm der Sport wichtig. Er ist E-Jugend-Trainer bei der FA Schongau und spielt gerne Eishockey. Zeit, sich auf sein Amt vorzubereiten, hatte er nicht. „Ich wäre lieber unter anderen Umständen Stadtrat geworden, aber ich bin voller Tatendrang.“
Berichterstattung: Schongauer Nachrichten von Elke Robert
CSU unterwegs – in der Grundschulbaustelle

CSU unterwegs – in der Grundschulbaustelle

Wir sind weitgehend im Plan, konnte Stadtbaumeister Sebastian Dietrich vermelden, als er CSU-Fraktion und Vorstandschaft durch die Großbaustelle Grundschule führte. Er erläuterte das Lernhauskonzept, zeigte die großzügige Mensa und führte die Gruppe die künftige Sporthalle. Beeindruckend vor allem der Technikraum, wo er die Klima- und Belüftungsanlage sowie das Heizsystem erklärte. Im Schuljahr 2019/2020 steht der Neubau zur Verfügung, dazu auch Hort und Mensa. Von dieser Mensa aus soll das ganze Schulzentrum versorgt werden. Im Schuljahr 2029/2020 wird es das Angebot der Ganztagsgrundschule in Schongau geben, offen ist noch ob offen oder gebunden. Man sieht, dass auf der Baustelle was vorangeht, so Fraktionsvorsitzender Michael Eberle, hoffentlich bleiben wir weiter im Plan. Er dankte Stadtbaumeister Dietrich, der geduldig alle Fragen beantwortet und sich vorbildlich um die Bauarbeiten kümmert.

CSU-Frühschoppen im Festzelt mit BM Jens Spahn

CSU-Frühschoppen im Festzelt mit BM Jens Spahn

Spahn: „Wir sprechen über die Probleme, nicht um sie groß zu machen, sondern um sie zu lösen. Das unterscheidet uns von anderen.“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) trat als Hauptredner auf beim Politischen Frühschoppen der CSU auf dem Schongauer Volksfest. Ins Festzelt waren gut 300 Interessierte gekommen, um den Gast aus Westfalen zu hören, der wie kaum ein anderer die Gemeinsamkeit von CDU und CSU verkörpert und dessen packende Rede von starkem Applaus begleitet wurde. Er sprach über Gesundheit und Pflege und über alle zentralen Themen der Politik: Zuwanderung, Sicherheit, Integration, berufliche Bildung, Wirtschaft und Verkehr, Familie und gesellschaftlicher Zusammenhalt.

40 Jahre Stadtrat Paul Huber

40 Jahre Stadtrat Paul Huber

Nach 40 Jahren Stadtrat und 18 Jahren als zweiter Bürgermeister ist Paul Huber von Bord gegangen. Für seinen Einsatz über die vielen Jahre wurde “der Pauli” vom CSU-Ortsverband geehrt. In
seiner Laudatio blickte der Ortsvorsitzende Dr. Kellermann auf diese 40 Jahre, in die weitreichende Entscheidungen und Projekte fielen, zurück. Viele Projekte prägte Stadtrat Huber mit,
begleitete als zweiter Bürgermeister die Ansiedlung wichtiger Firmen und war besonders in den längeren Ausfallzeiten von Bürgermeister Gerbl mehr als bloß ein Vertreter.
Für ihn war es eine Pflicht, sich auf die Stadtratssitzungen vorzubereiten, die Vorschläge der Verwaltung auch mal zu hinterfragen und die Folgen für die Stadt zu Ende zu denken. Er stammt noch aus den Zeiten, als man nicht nur bei Gutachtern und Sachverständigen denken ließ. Das selber denken ließ und lässt er sich nicht nehmen – Gott sei Dank.
Der Pauli, immer freundlich, humorvoll und fleißig. Egal, welche Arbeiten anstanden, er war mit dabei. Meist im legendären grauen Kittel. Ramadama, Umzug Fraktionsbüro, Aufbau Schockerberg, Renovierung Münzgebäude, sogar bei der Frühjahrskur im Bad. Auf Pauli war immer Verlass.
Verlass war aber auch immer auf Paulis Entscheidungen. Bei denen ging es ihm immer um Schongau, nie darum, was politisch vielleicht besser ankommt, so Dr. Kellermann, und belegte dies mit
folgenden Beispielen:
Als Wohnanlagen mit Sozialwohnungen von einer Gesellschaft verkauft wurden, schlug Huber vor, diese Wohnungen zu kaufen und eine eigene städtische Wohnbaugesellschaft zu gründen. Vehement kämpfte er Jahre später gegen das sogenannte Wohnwirtschaftliche Konzept der Stadt, das zum Ausverkauf vieler städtischer Wohnungen führte. So wurde eine große Chance verpasst, jetzt fehlen uns Wohnungen und die Wohnbaugesellschaft.
Schongau wird Solarstadt, diesen Titel bot eine Firma der Stadt Schongau an. Dafür will sie dann kostenfrei die städtischen Dächer nutzen. Bürgermeister, Umweltfreunde und Presse waren begeistert, toll – Solarstadt. Nicht der Paul Huber. Wenn die Firma damit Geld verdient, dann können wir das auch. Diesmal konnten er sich durchsetzen, kritisiert von der Presse. Schongau hat die Solaranlagen selbst errichtet und seit dem viele Tausend Euros verdient.
Nach 40 Jahren ist damit eine Ära zu Ende gegangen, so Dr. Kellermann, der Stadtrat hat mit Paul Huber eine Persönlichkeit verloren, einen schlauen Denker und einen aufrichten Schongauer.
Zum Dank für seinen langjährigen Einsatz zum Wohle der Stadt überreichte er den Stadtadler, aus Holz geschnitzt. Dies freute Paul Huber sichtlich.

Rundgang zu “Schongauer Projekten”

Rundgang zu “Schongauer Projekten”

Diesmal war die CSU unterwegs zu den Schongauer Projekten. Landtagsabgeordneter Harald Kühn und Bezirksrätin Alexandra Bertl ließen sich wie zahlreiche andere Teilnehmer von Fraktionsvorsitzenden Michael Eberle die anstehenden bzw. abgeschlossenen Schongauer Projekte erläutern.

Los ging es am Münzgebäude,  für dessen Umbau und Sanierung Kosten von fast 2,9 Mio€ ohne Freianlagen zu Buche stehen.

Weiter ging es dann zur Stadtmauer, deren Sanierung auf etwa 1,1 Mio€ geschätzt wird. Die Stadt erhofft sich Fördermittel in Höhe von ca. 60 Prozent. Über die Zahlen hinaus konnte Stadtführerin Funke noch interessante touristische Hinweise geben. Auch das Stadtmauerumfeld soll aufgewertet werden, dazu wird gerade für 60.000 € die Planung ausgearbeitet. Weiter ging es in Richtung Schulzentrum. An der Marktoberdorfer Straße wies Eberle darauf hin, dass es hier für Schüler ohne Radwege gefährlich ist. Die CSU hat beantragt, dass bei der Neugestaltung der Verkehrswege am Schulzentrum auch diese Gefahrenstelle entschärft wird.

Für die Grundschule belaufen sich die Kosten auf ca. 20 Mio€, dazu kommen noch 1,4 Mio€ für den Hort. Die staatliche Förderung liegt bei etwa 6 Mio€.

Für die Mittelschule hatte MdL Kühn gute Nachrichten im Gepäck, für den ersten Bauabschnitt der Mittelschulsanierung gibt es aus dem Kommunalinvestitionsprogramm Schulinfrastruktur für Schongau über 1,5 Mio€. Weiter ging es dann über das Haus für Kinder (Kosten 3,24 Mio €, staatliche Förderung 1,1 Mio€) zu Sporthalle. Das ist für die Stadt ein Musterprojekt, so Eberle, da es gute Fördermittel aus dem Konjunkturpaket gab, musste die Stadt von den Kosten von 5,9 Mio€ nur etwa 1,3 Mio€ selbst tragen. Nachdem noch auf den Sanierungsbedarf im Umkleidebereich Eisstadion und auf die Saunaerweiterung hingewiesen wurde, ging es gemeinsam auf den Historischen Markt zu Stärkung.

CSU unterwegs mit Harald Kühn

CSU unterwegs mit Harald Kühn

Schon wieder heisst es “CSU unterwegs”, diesmal laden der Landtagsabgeordnete Harald Kühn und die Stadtratsfraktion zu einem kleinen Rundgang zu den grossen Projekten der Stadt ein. Treffpunkt ist

am Freitag, den 10. August um 17.00 Uhr am Muenzgebaeude. Dort soll für knapp 3 Mio€ eine Sanierung mit Umbau stattfinden, unterstützt durch die Staedtebaufoerderung. Am Stadtgraben (Projekt Stadtmauerumfeld) geht es weiter zum Schulzentrum und ueber das Haus für Kinder vorbei an Lechsporthalle und dem Eisstadion zum Plantsch.

Nach den vielen Bauprojekten geht es in den Mittelaltermarkt, wo wir den Rundgang gemuetlich ausklingen lassen.

Herzliche Einladung an alle Mitglieder und Freunde der CSU Schongau, sowie Buergerinnen und Buerger, die sich einen Ueberblick ueber die Projekte und deren

Kosten verschaffen wollen.

Wir würden uns über zahlreiche Teilnahme, auch Nachbarn und Freunde sehr freuen!

Sommerfest 2018

Sommerfest 2018

Schwein gehabt,
hieß es wieder beim Sommerfest der CSU. Dies bezog sich nicht nur auf den herrlichen Sommerabend, sondern auch auf das gute Spanferkel, das Grillmeister Reinhard Weber-Schnell als sogenannte Kastensau zubereitete. Ortsvorsitzender  Dr. Kellermann konnte über 70 Gäste begrüßen, darunter auch als Ehrengast unseren Landtagsabgeordneten Harald Kühn. Sabine und Luitpold Braun hatten den Garten wieder festlich geschmückt, dazu gab es frischen Fassbier und noch zahlreiche Köstlichkeiten. Bis in die späte Nacht hinein wurde geratscht, gesungen und gefeiert.

die Lechtalbrücke von innen

die Lechtalbrücke von innen

In der Lechtalbrücke gab es technische und körperliche Herausforderungen für die Besucher. Ortsvorsitzender Dr. Kellermann konnte statt der 30 angemeldeten über 40 Interessierte begrüßen. Macht nichts, die Brücke ist groß. Durch die schwere Eisentüre auf der Schongauer Seite ging es ins Innere. Dort informierte zunächst Andreas Wiedemann vom staatlichen Bauamt Weilheim über die Planung, den Bau und die technischen Details der Brücke.
Die Voruntersuchungen begannen 1958, die Raumordnung erfolgte 1976 und die Planfeststellung dann 1988. 1992 wurde der Verkehr auf der Umgehungsstraße freigegeben. Die Gesamtlänge der Umgehung Schongau-Peiting ist 16 km, die Baukosten betrugen damals 40 MioDM. Davon entfielen mehr als die Hälfte auf die Lechtalbrücke.
Den an dieser Stelle aufgestauten Lech mit einer Breite von 400 Meter zu überqueren, erforderte eine Brücke mit einer Gesamtstützweite von 566 Meter, die Brückenfläche beträgt 8405 qm. Neben den technischen Einzelheiten erfuhren die Besucher viel über den Brückenbau und Baustoffe im allgemeinen. Dann ging es los, quer durch die Brücke. Kein Spazierweg, an jedem Pfeiler mussten 4 Leitern überwunden werden.
Trotzdem, ein spannendes Gefühl sich unter der Brücke durchzukämpfen und dann auf der Peitinger Seite wieder ins Freie zu treten. Zurück ging es dann auf dem einfachen Weg oben. Einige Besucher nutzten auch die Möglichkeit, in den Stützpfeilern die Leitern nach unten zu klettern oder dort die Brücke zu verlassen. Vorsitzender Dr. Kellermann dankte Hr. Wiedemann für die interessanten Eindrücke und Barbara Eichelberg für die Organisation.