Kategorie: Junge Union

Schockerberg 2018

Schockerberg 2018

Der fliegende Luitpold Braun im Transvestiten-Gewand war der unumstrittene Höhepunkt beim diesjährigen Schockerberg, dem Starkbieranstich der örtlichen CSU. In Topform zeigte sich auch die Hohenfurcher Feuerwehrkapelle – Landrätin Andrea Jochner-Weiß und Bürgermeister Falk Sluyterman mussten viel einstecken.

Die Landrätin im Viererbob und Söder als Transvestit

Schongau – Wer die letzten Jahre beim Anzapfen am Schockerberg dabei war, kann sich nur wundern, warum anderswo immer so ein Bohei darum gemacht wird: Am Freitag brauchte der Ortsvorsitzende Dr. Oliver Kellermann nur ein Schlägelchen, am Samstag bewältigte Stadtpfarrer Norbert Marxer seine Anzapf-Premiere ebenfalls ohne Probleme – das Bier konnte fließen.

Hochzeiter Daniel Blum als beliebtes Spott-Objekt

Den Auftakt macht traditionell die Fastenpredigt von Robert Kassebaum alias Bruder Okulus, der sich zunächst an der Bundes- und Landespolitik abarbeitete („Die Angela tritt erst zurück, wenn das erste Flugzeug am Berliner Flughafen abhebt – also nie“; „wenn man denkt, es geht nicht blöder, kommt ein Satz von Markus Söder“), ehe er sich auf die Ortspolitik stürzte. So habe er sich mal bei der UWV auf der Homepage umgeschaut – die letzte Pressemitteilung datiere vom 8. März 2014. Doch man müsse es so sehen: „Je weniger von der UWV in den Schongauer Nachrichten steht, desto mehr Platz bleibt für Leserbriefe von Josef Walter.“ Auf der SPD-Homepage werbe der Ortsvorsitzende Daniel Blum mit den Worten „Sprechen Sie uns an“ um Kontakt zu den Wählern, was für Bruder Okulus aber einen ganz anderen Hintergrund hat: „Nachdem es bei der Hochzeit auf den ersten Blick nicht geklappt hat, soll das jetzt offenbar so funktionieren.“ Blum schaffte es übrigens, mit seinem Auftritt in der SAT 1-Show tatsächlich in allen Schockerberg-Beiträgen erwähnt zu werden – das dürfte vor ihm noch niemand geschafft haben.

Bruder Okulus streifte anschließend noch die Themen Bike-Park, Krankenhaus und Fußgängerzone („der Rene Repper macht immer Fotos vom leeren Platz, damit wenigstens einer draufsteht“). Beim Münzgebäude, das zum Seniorenamt werden soll, findet er es bedenklich, dass die Stadt direkt daneben einen Zugang zum Friedhof gebaut hat – „und den nicht einmal barrierefrei“. Und auch Fotograf Hans-Helmut Herold musste sich lautstarkes Gelächter anhören, weil er bei der Schockerbock-Bierprobe eingeschlafen war: „Das nächste Bier bekommst Du erst, wenn Du etwas größer geworden bist“, rief ihm Bruder Okulus zu.

Wird die Rathausuhr vor 2021 repaiert werden?

Abschluss und Höhepunkt der Fastenpredigt ist stets der humoristische Blick in die Zukunft. So werde 2021 die EU-weite Ausschreibung zur Reparatur der Rathausuhr um zwei Jahre verschoben, weil kein adäquates Ergebnis eingegangen sei. Am 1. Januar 2025 eröffne ein Museum im Bernbeurer Schnitzerstadel, das Landratsamt mache dort wegen des Besucheransturms zusammen mit Edeka einen Imbiss auf. Doch schon einen Monat später müsse das Museum wieder geschlossen werden, weil ein japanischer Tourist von einem Dachziegel am Kopf getroffen wird. „Und 2045 beginnen die CSU-Akteure im Altenheim die Proben für das Singspiel am Schockerberg, das Thema haben sie aber leider vergessen.“ Eine gute Rede ohne große Längen, ein gelungener Start in den fünfstündigen Abend, der von der Stadtkapelle musikalisch begleitet wurde.

Marianne Porsche-Rohrer hatte sich dieses Jahr in Bauarbeiterkluft geworfen und reimte mit überdimensionaler Putzkelle fleißig über Strabs, Lechfloß, Bike-Park, Stadtmauer und Babyboom im Krankenhaus, also alle wichtigen Themen. Und sie zeigte sich verwundert, weil Landrätin Andrea Jochner-Weiß stets beim Neujahrsempfang von Apfeldorfs Bürgermeister Georg Epple zu sehen sei: „Vielleicht möcht’ sie zu Landsberg Kontakte finden und mit Weilheim als Landkreis verbinden. Dann wäre Schongau wieder ganz allein und könnte eine eigene Kreisstadt sein. Der Luitpold, der könnt’ wieder Landrat werden, alles so wie früher, der Himmel auf Erden.“ Dass Porsche-Rohrer bei ihrem ellenlangen, frei vorgetragenen Vortrag das erste Mal überhaupt zwei Mal den Faden verlor, worüber sie sich nachher mächtig ärgerte, quittierte das Publikum mit aufmunterndem Applaus.

Danach enterte Markus Wühr als Luigi aus Alto Adige die Bühne und haute ein buntes Potpourri an Themen raus. Er schwadronierte über die Möglichkeit eines Donald Trump in Bayern: „Dann würde er am Main eine Mauer bauen, und bezahlen müssten sie die Preißn.“ Die immer schwereren Schulränzen der Kinder seien zum Glück kein Problem mehr, weil jeder gleichzeitig nach vorne gebeugt auf seinem Handy tippt, sich also alles ausgleicht. Und in einem Telefongespräch mit seiner Mutter flüstert er ihr in den Hörer: „Ich glaube, in Schongau haben sie auch einen Trump. Da gibt es eine Mauer um die ganze Stadt. Aber nicht wegen den Mexikanern, sondern wegen den Peitingern.“

Warum Peter Blüml 80 Eintrittskarten kauft

Derart warmgelacht, war das Publikum im vollbesetzten Jakob-Pfeiffer-Haus bereit für die Hohenfurcher Feuerwehrkapelle um Kommandant Jürgen Fischer, der dieses Jahr besonders unverschämt daherkam. Schon bei der Begrüßung bekam Krankenhaus-Chef Thomas Lippmann sein Fett weg: „Er sagte sich als Erster an, weil er solche Feiern liebt, wo’s was Gescheites zum Essen gibt.“ Warum man für den Schockerberg nur so schwer Karten bekommt, konnte sich Fischer nur so erklären, dass unter anderem Peter Blüml alleine 80 Karten ordere. „Der Grund: Er saß zuletzt hinter der Landrätin und wollte freie Sicht haben.“ Autsch, das tat weh. Doch Jochner-Weiß hielt sich an Fischers Spruch „lustig ist nur der, der über sich selbst lacht“, und fand den Auftritt „den Hammer“.

Doch der war noch längst nicht vorbei. Es folgte ein lustiges Fragespiel mit dem Publikum. Wer ist Strabsianer? Wer wählt CSU? Wer ist von Jochner-Weiß schon fast einmal erdrückt worden? Stets gingen unter Gelächter mal mehr, mal weniger Hände hoch. Wer hat sich wegen Starkbier schon einmal übergeben? „Ah, Herr Kalbitzer ist da, wir können’s live erleben“, reimte Fischer. Selbst bei der Frage „wer hat im Plantsch schon einmal ins Becken geschifft?“ gab es einige Ehrliche – die gelöste Stimmung und das Starkbier machten’s möglich.

The ring of fire? Vom Falk die Eier!

Danach musste Bürgermeister Falk Sluyterman ganz stark sein. Fischer war das Plakat „Wir brauchen einen Bürgermeister mit Eiern“ nicht entgangen, das Demonstranten bei einer Anti-Strabs-Demo präsentiert hatten: Er dichtete den Johnny Cash-Klassiker „The Ring of Fire“ in „Vom Falk die Eier“ um, was damit endete, dass Ehefrau Cordula schnell schaltet und beim Fischerhof XXL-Eier besorgt – tatsächlich hatte Sluyterman damals mit solch einem Facebook-Post reagiert. Zum Schluss war aber noch einmal die Landrätin an der Reihe: Fischer hatte mitbekommen, dass Jochner-Weiß am Königssee tatsächlich im Viererbob mitgefahren ist und danach am ganzen Körper blaue Flecken hatte. Deshalb musste das komplette Publikum aufstehen und das Bobfahrer-Lied mitsingen, natürlich mit geändertem Text – da hieß es „die Augen werden groß, und feucht wird’s in der Hos“ oder „grad dass sie in den Bob reinpasst, aber sie sorgt für Ballast“ – sehr derb, aber wie gesagt, Jochner-Weiß nahm’s mit Humor. Sie war damals übrigens tatsächlich nicht mehr ohne Hilfe aus dem Bob gekommen. Damit war die Bahn frei für das Singspiel.

Muss man sich langsam Sorgen um Luitpold Braun machen? Vor zwei Jahren der sensationelle Auftritt als Ilona „Ilogut“ Böse, und jetzt hüpft der Singspiel-Regisseur schon wieder in Strapsen als Transvestit über die Bühne. Offenbar zeigt Braun gerne seine rasierten Beine. Doch wenn es nach dem Publikum geht, kann er das ruhig öfter machen – Braun war einfach wieder Sen-Sa-Tio-Nell. Wie übrigens viele andere CSU-Darsteller.

Erdogan mit Spielzeug-Panzer ist das erste Merkel-Opfer

Der Titel des diesjährigen Singspiels kommt etwas verwirrend daher. „Black Bluty“, hat das nicht etwas mit Pferden zu tun? Schnell wird klar: Es geht nicht um „beauty“, sondern um „blutig“. In der Auftaktszene tummelt sich eine illustre Diktatorenschar – besonders putzig sind Recep Tayyip Erdogan (Thomas Schleich), der einen Spielzeugpanzer hinter sich herzieht, und Kim Jong-un (Dr. Oliver Kellermann) mit Rakete unterm Arm. Dazu Donald Trump (Robert Stöhr) und Max Bertl (Wladimir Putin), die alle auf dicke Hose machen und über Merkel (Anna Eberle) lästern. Doch die kommt als Vampir zur Musik von Michael Jacksons „Thriller“ aus ihrem Sarg, und auch wenn Erdogan meint, „die will nur spielen“, wird er gleich von ihr gebissen – gefolgt von den anderen drei. „Ihr seid mein“, sagt Merkel, die vier hat sie jetzt unter Kontrolle.

Unterdessen machen sich in der bayerischen Staatskanzlei Horst „Professor Horstus“ Seehofer (Thomas Hennecke), Markus „Frank M.“ Söder (Luitpold Braun) und Ilse Aigner (Julia Keltsch) Gedanken, wie man Merkel loswerden kann. „Sie kann fliegen und nach der Hochzeit frisst sie ihren Mann“, sagt der verängstigte Söder, wird aber von Seehofer korrigiert: „Nicht nach der Hochzeit, nach der Koalition.“Mit einem Holzpfahl wollen Sie Merkel um die Ecke bringen, doch wer soll es machen? Schließlich legt Söder einen Strip hin („Ich bin der schönste Franke im schönen Bayerland“) und schickt die anderen beiden alleine los. Warum sich Söder in Dr. Frank N. Furter aus der Rocky Horror Picture Show verwandelt, wird zwar nicht klar, ist aber völlig egal – das Publikum tobt bei Brauns Auftritt.

CSU, Grüne, FDP und ein Riesen-Joint

Der dritte Akt startet mit Verhandlungen zur Jamaika-Koalition. Mit dabei neben Merkel: Toni Hofreiter (Michael Eberle) von den Grünen, Christian Lindner (Benjamin Keltsch) von der FDP und ein wirklich riesengroßer Joint. Alle sind gut drauf, freuen sich auf tolle Balkon-Bilder, singen zur Musik von Bob Marleys „No woman no cry“ die Version „Koa Sozi, koa Gschrei“, doch als es darum geht, sich sinnvolle Projekte auszudenken, beißt’s plötzlich aus. Als auch noch Seehofer und Aigner auftauchen und sich beschweren, dass ohne sie verhandelt wird, sowie Linder sich aus dem Staub macht, muss Merkel wieder zu Zwangs-Bissen greifen. Und was ist mit der SPD? Martin Schulz (Michael Reith) ist so verzweifelt, dass er sich sogar freiwillig von Merkel verwandeln lässt, gefolgt von Andrea Nahles (täuschend echt verkleidet: Florian Stögbauer).

Doch plötzlich rauscht Söder per Seilbahn durch den Saal, in der Hand den Holzpfahl. Aber er ist allein – aus dem Publikum wollen trotz Bitten und Flehen weder Peter Ostenrieder, noch Andrea Jochner-Weiß noch der Autor dieser Zeilen helfen. Schließlich fällt Merkels Vampir-Herde über ihn her: „Jetzt sind alle von meinem Blut“, triumphiert Merkel, und beim Schlusslied heißt es: „So macht regieren Spaß.“ Das Zuschauen auch.

 

von Boris Forstner

Schockerberg 2018 AUSVERKAUFT

Schockerberg 2018 AUSVERKAUFT

Lange Wartelisten für Schockerberg-Karten

Der Schockerberg, traditioneller Starkbieranstich der Schongauer CSU, ist längst ausverkauft, obwohl es wieder drei Aufführungstage gibt. Im Ablauf des launigen Abends mit zahlreichen Aufführungen gibt es aber eine Änderung.

Schongau – In die SPD sind zuletzt zahlreiche Mitglieder wegen Martin Schulz eingetreten und, nachdem er in der Beliebtheitsskala abgestürzt war, wegen des Mitgliederentscheids zur GroKo. Dass die CSU eine Eintritstwelle erlebt, weil Angela Merkel Kanzlerin bleibt oder Markus Söder neue Ministerpräsident wird, ist nicht zu spüren. Dabei gäbe es, zumindest in Schongau, einen guten Grund, in die Partei einzutreten: um sich Karten für den Schockerberg, den traditionellen Starkbieranstich der Schongauer CSU, zu sichern.

Denn obwohl dieses Highlight im Schongauer Veranstaltungsjahr mittlerweile an drei Tagen läuft, gab es auch dieses Jahr kaum Karten für den freien Verkauf. Weil CSU-Mitglieder vorrangig bedacht werden, waren alle Tickets quasi schon vor dem einzigen Verkaufstag Mitte Februar vergriffen. „Wenn tatsächlich jemand verhindert ist und Karten zurückgegeben hat, gibt es für alle drei Tage eine lange Warteliste“, sagte Mitorganisator Michael Eberle. Es lohnt sich also nicht wirklich, an diesem Wochenende vor Ort sein Glück zu versuchen.

Die glücklichen Kartenbesitzer dagegen können sich freuen. Das Programm ist bewährt: Die Fastenpredigt wird Robert Kassebaum alias Bruder Okulus halten, weitere Einlagen gibt es von Markus Wühr alias Luigi aus Alto Adige sowie Marianne Porsche-Rohrer, die sich dieses Mal als Maurerin auf der Grundschul-Baustelle verdingt hat. Danach folgt eine kleine Ablauf-Änderung: Folgte sonst immer das Singspiel, wird dieses Jahr die Hohenfurcher Feuerwehrkapelle mit ihren berühmt-berüchtigten Schmähungen vorgezogen. „Das war ein Vorschlag

der Hohenfurcher. Die haben gesagt, das Singspiel soll als Höhepunkt zum Schluss kommen“, so Eberle – wie beim Nockherberg auch. Doch er vermutet einen anderen Beweggrund: „Bisher konnten wir uns nach unserem Singspiel gemütlich mit einem Starkbier den Hohenfurcher Auftritt anschauen, dieses Mal ist es umgekehrt“, sagte Eberle schmunzelnd.

Zum Singspiel wird noch nichts verraten, nur soviel: „Die große Politik hat sich nach uns gerichtet“ – es wird also um eine Große Koalition gehen. Das können sich auch zahlreiche Prominente anschauen: Angemeldet sind für Freitag unter anderem Landrätin Andrea Jochner-Weiß, Vize-Bürgermeister Tobias Kalbitzer und zahlreiche Bürgermeister umliegender Gemeinden, am Samstag kommen Bürgermeister Falk Sluyterman sowie die Abgeordneten Harald Kühn (Landtag) und Alexandra Bertl (Bezirkstag), am Sonntag Regina Schropp von der Bayernpartei.

Der Schockerberg wird im Jakob-Pfeiffer-Haus am Freitag, 9. März, und Samstag, 10. März, jeweils um 19 Uhr und am Sonntag, 11. März, um 16 Uhr aufgeführt.

von Boris Forstner

JU beim Faschingsumzug 2018

JU beim Faschingsumzug 2018

Am 11.02 war es wieder soweit! Der Schongauer Faschingsumzug in der Altstadt fand statt. Auch dieses Jahr war die JU Schongau, wie auch am Tag zuvor beim Umzug in Schwabsoien mit einem Wagen vertreten.

Zum Thema der gescheiterten Jamaika Koalition wurde der Wagen über zwei Wochen gebaut und gestaltet. Highlight am Wagen, ein überdimensionaler Joint der mit Hilfe einer angeschlossenen Nebelmaschine rauchte. Die Sprüche „Jamaika war nur Schall und Rauch, jetzt ist es bald in Groko´s Bauch“ und „Hirn wurde nicht gebraucht, wurden wohl nur Joints geraucht“, die an den Seiten zu lesen waren sorgten bei einigen Besuchern der Veranstaltungen für Schmunzeln. Auch auf dem Wagen herrschte gute und ausgelassene Stimmung. Die JU Schongau bedankt sich bei allen Helfern die am Bau des Wagens beteiligt waren, ebenfalls bei der Schongauer Faschingsgesellschaft für die Einladung zum diesjährigen Umzug. Gerne sind wir im nächsten Jahr in Schongau und Schwabsoien wieder dabei.

Schockerbock 2018 – ein Erlebnis

Schockerbock 2018 – ein Erlebnis

Der Schockerberg wirft seine Schatten voraus. Ein dunkler, aber süffiger Schatten ist der Schockerbock 2018.

 Dieser wurde wieder vom Schongauer Braumeister Markus Langer in der Holzhauser Brauerei eingebraut. Dabei handelt es sich um eine Privatbrauerei nahe Landsberg. Der Bock weist eine Stammwürze von 17 % auf, der Alkoholgehalt liegt bei etwa 7,2 Volumenprozent. Die dunkle Farbe des Schockerbockes kommt vom gerösteten Malz.
21. Schockerberg Bierprobe
21. Schockerberg Bierprobe
Bei der Bierprobe wurde das erste Fass angezapft und das dunkle Bier schäumte in den Krügen.
“Ein hervorragender Bock”
lautete das einhellige Urteil der Biertester der CSU. Der Schockerberg (9., 10. und 11.März 18) kann kommen. Der Kartenvorverkauf ist bereits angelaufen. Schnell waren die Plätze für Freitag und Samstag ausgebucht. Der Restkartenverkauf für den Sonntag und die Kartenabholung finden am 17.2.2018 von 14.00 bis 15.00 Uhr im neuen Fraktionsbüro in der Bücherei (Blumenstraßen, Vorraum, 1. Stock) statt.
Sollten noch Karten übrig sein, werden diese danach bei Möbelerlebnis Bommersbach, Schwabbrucker Straße 8 verkauft.
( Mo. – Do. 8 – 17.00 Uhr, Fr. 8 – 12.30 Uhr und Samstag 9.-12.00 Uhr).
Regisseur beim Schockerberg Luitpold Braun

Regisseur beim Schockerberg Luitpold Braun

Mit seinen herrlich überdrehten Auftritten ist Luitpold Braun meist der heimliche Star bei den Singspielen am Schongauer Schockerberg, dem traditionellen Starkbieranstich der CSU. Doch das ist nur die Kür – als Regisseur beginnt für ihn die Arbeit bereits Monate vorher.

 

Fixpunkt vor und hinter den Kulissen

Wenn andere nach den Weihnachtsfeiertagen daheim gemütlich die Füße hochlegen, ausspannen und ihren Urlaub genießen, sperrt sich Luitpold Braun ein – und schreibt. „Ich habe vier Tage lang tatsächlich fast nichts anderes gemacht“, sagt der 47-Jährige, der eifrig am neuen Singspiel für den Schockerberg gebastelt hat. Da überlegt er sich unter anderem die Musik und die Rollenverteilung, wer welchen Part spielen kann. Bereits vor zwei Wochen begannen die größeren Proben für das Stück, das am zweiten März-Wochenende aufgeführt wird.

Wenn Braun zurückdenkt an die Anfänge des Schockerbergs in der Märchenwald-Gaststätte und danach im Ballenhaus, muss er schmunzeln. „Das waren kleine Auftritte von der JU, wir haben ein bisschen Theater gespielt und viel improvisiert. Das erste Stück, dass man ansatzweise als Singspiel bezeichnen kann, war 2002 nach dem Umzug ins Jakob-Pfeiffer-Haus.“ Da konnte man auch mit Kulissen mehr anfangen, die habe es vorher kaum gegeben. Braun erinnert sich, wie sie sich im Jahr darauf ein monumentales Schongau-Bild von der Faschingsgesellschaft ausgeliehen und mangels Aufhängung drei Männer verdonnert haben, es die ganze Aufführung an Eisenstangen hochzuhalten. „Während ich vorne als Friedrich Zeller mit einem roten Tretroller herumgefahren bin, sind deren Köpfe immer mehr rot angelaufen“, erinnert sich Braun schmunzelnd. „Wahnsinn, wie lange das schon her ist.“

In der Folge wurden die Stücke immer größer, länger und aufwändiger. Braun, der damals auch noch den Fastenprediger gab, rutschte irgendwie in die Rolle des Regisseurs hinein. „Ich hatte so etwas zuvor noch nie gemacht“, sagt er. Fast wie beim großen Bruder, dem Nockherberg, wurde das Singspiel im Gegensatz zur Fastenpredigt immer wichtiger und auch besser. Jetzt gibt es immer vier bis fünf Szenen sowie ein festes Motto, die Kulissen werden gewechselt, es gibt mehr Gesang – das alles braucht natürlich einen Vorlauf.

„Eigentlich geht es schon im Oktober langsam los. Da setzen wir uns zusammen und überlegen, was wir machen könnten, den grundsätzlichen Plot“, sagt Braun. Danach fange er das Schreiben an, unterstützt vor allem von Michael Eberle, der viele Ideen beisteuert und am Drehbuch mitwirkt. Braun erinnert sich noch gut an seine Zeit im Stadtrat, da saß er neben Eberle, und wenn ihnen in den oft hitzigen Diskussion zwischen den Stadträten ein Geistesblitz gekommen ist, war klar: „Das verwenden wir für das Stück, das schreiben wir auf.“

So taste man sich langsam vor, verwerfe auch wieder manches, bei dem man in der Sackgasse landet. Auch der politische Rahmen muss stimmen, weshalb Braun vergangenen Sonntag genau hingehört hat, ob die SPD sich für Koalitionsverhandlungen mit der Union ausspricht – auch wenn der Inhalt des Singspiels natürlich nicht verraten wird, ist klar, dass die chaotische Regierungsfindung eine Rolle spielt. „Manchmal mussten wir zwei Tage vor der Aufführung noch etwas umschreiben, weil es nicht mehr gepasst hätte“, so Braun.

Zum Glück hat Braun einen soliden Schauspielerstamm zur Verfügung, den er für die benötigten Rollen einteilen kann. Manchmal schreibt er sich eine Rolle auch selbst auf den Leib, gibt er zu. Wie vor zwei Jahren der sensationelle Auftritt als Ilogut (Ilona Böse). „Das wollte ich tatsächlich auch. Aber vergangenes Jahr war es ganz anders, da musste ich den James Bond spielen, was eigentlich nicht geplant war.“

Wie jeder Regisseur ist auch Braun immer wieder überrascht, dass Gags, bei denen man sich in der Probe noch schlappgelacht hat, vor Publikum nicht zünden, andere dafür schon, mit denen man nie gerechnet hätte. „Das macht es spannend, vor allem, weil es am nächsten Abend schon wieder anders sein kann.“ Kleine Pannen, die es immer gibt wie umgekippte Kulissen oder Texthänger, machen ihm nichts aus. „Das ist eher witzig und gehört dazu. Die Besucher sollen schließlich eine Gaudi haben. Und wir auch.“

JU zockt zum zweiten mal FIFA 17

JU zockt zum zweiten mal FIFA 17

Das zweite FIFA-Playstation-Turnier der Jungen Union Schongau war ein voller Erfolg. Obwohl es weniger Teams als letztes Jahr waren, kamen alle Teilnehmer auf genügend Spielzeit. Warmgelaufene Konsolen, durchgedrückte Kontroller und spannende Spiele -genau dass, was ein gutes FIFA-Turnier ausmacht war gegeben. Gespielt wurde das Spiel FIFA 17 auf der Playstation 4 in zweier-Teams.

Leztes Jahr erst meldeten sich bei dem 1. FIFA Turnier der JU Schongau starke 26 Teilnehmer an. Dieses Jahr entschied die Turnierleitung um Florian Stögbauer, Mathias Feustle und Sebastian Lang aufgrund der wenigen Anmeldungen für den Turniermodus.“Die Terminauswahl war etwas unglücklich. Es fanden dieses Wochenende mehrere Sportveranstaltungen statt. Sehr viele Teilnehmer, die letztes Jahr noch dabei waren zum Beispiel auch im Urlaub“, so Mathias Feustle.

So kam aber jeder der sechs teilnehmenden Mannschaften auf mindestens fünf Spiele. Die besten vier Mannschaften durften sich dann im Halbfinale messen und kamen sogar mit dem Finale bzw. dem Spiel umd Platz 3 auf 7 Partien. Es blieb sogar kaum Zeit die Sportschau, die ab 18 Uhr auf der großen Leinwand lief, zu verfolgen.

Schließlich setzten sich Mathias Feustle und Sebastian Lang im Team „Verückte Mangos“ gegen die „Raistinger Zerberster“ mit Michael Uhl und Lukas Büttner erst in der letzten Spielminute der Verlängerung durch. Unterschiedlicher hätten die Halfinal-Partien nicht sein können. Der „1.FC Stolperstein“ mit Marcel Peschke und Daniel Ritschel schoßen im Halbfinale das Team „holen den Pokal“Benjamin Keltsch und Josef Eberle mit 9:0 fast aus dem Bauforum Schongau.

Dieses Jahr startete das Turnier bereits um 17 Uhr. „Die Organisation rund um das FiFa-Turnier klappte aufgrund unserer Erfahrung vom letzten Jahr noch besser“, so Florian Stögbauer, der Ortsvorsitzende der Jungen Untion Schongau. Gegen 23:00 konnten Marcel Peschke und Daniel Ritschel ihre Pokale, die einem Controller gleichen, in die Höhe strecken. Sie hatten gerade die „Verückten Mangos“ im Finale verdient mit 2:1 geschlagen.

„Wir haben aus der Terminvergabe dieses Jahr gelernt und veranstalten bereits nächsten Sommer zur Fußball-Weltmeisterschaft ein FIFA 18-Turnier“, kündigte
Mathias Feustle , der sichtlich zufrieden mit dem Ablauf der Veranstaltung war, an.

Schockerberg 2017

Schockerberg 2017

Schockerberg versöhnt die ganze Welt

Gute Einzeldarbietungen zum Warmwerden, das Singspiel als Höhepunkt und zum Rausschmiss die dreisten Sprüche der Hohenfurcher Feuerwehrkapelle: Das bewährte Muster des Schongauer Schockerbergs hat wieder bestens funktioniert. Eine Überraschung war der Moderator.

Dr. Oliver Kellermann hielt die Begrüßung kurz: „Einen schönen Abend und trinkt das Bier leer“, das waren die zentralen Begrüßungsworte des CSU-Ortsvorsitzenden. Auch das Anzapfen übernahm er souverän mit einem Schlag – und stürzte Nick Lisson in Verzweiflung: „Das war’s schon?“, klagte er. Lisson, bekannt von Antenne Bayern, gleichzeitig Kreischef der Jungen Union, hatte die Moderation an allen drei Aufführungstagen übernommen und freute sich „wahnsinnig“ auf seinen ersten Schockerberg.

Der begann mit der Fastenpredigt von Bruder Okulus alias Robert Kassebaum. Nach der überzeugenden Premiere im Vorjahr war es etwas zäher, er brauchte, um auf Touren zu kommen. Doch die Schongauer Themen saßen: Ob beim helleren Licht am Bahnhof („Ein Grablicht ist besser als keins“) oder mit Spitzen auf Wirtschaftsförderin Yvonne Voigt oder ALS-Stadträtin Bettina Buresch. die gerne und lang reden. Manchmal war Okulus derb, aber immer im Rahmen. Das Beste kam zum Schluss: Mit dem Blick in die Zukunft löste er Lachsalven aus. Etwa wegen der Prophezeiungen, dass im September 2025 Ministerpräsident Friedrich Zeller ankündigt, Bundeskanzler zu werden oder im Mai 2026 der neue Schongau Bürgermeister Rene Repper beschließe, die Fußgängerzone auf die ganze Altstadt auszuweiten.

Markus Wühr mit vogelwildem Auftritt

Nach einer pause, überbrückt vonder Schongauer Stadtkapelle, gab Marianne Porsche-Rohrer anschließend den Maler Cobi Reiser, dessen Bilder vergangenes Jahr für viel Aufsehen gesorgt hatten. Wie immer gereimt und auswendig, verpackte sie Kritik geschickt und hintersinnig. „Ich malte auch noch für andere Schulen, doch nur in Schongau begann man um mich zu buhlen“, war eine Anspielung auf Rettungs-Initiatorien Irmgard Schreiber-Buhl. Fußgängerzone, Bike-Park, Sauna-Erweiterung, dazu Spitzen auf die Dialekte von Bürgermeister Sluyterman und Krankenhaus-Chef Lippmann – Porsche-Rohrer arbeitete viel ab.

Vogelwild war erneut der Auftritt von Markus Wühr alias Luigi aus Alto Adige mit seinem überdimensionalen Gebiss. Seine absurden Berichte über Krankenhaus-Aufenthalte, Vegetarier („beim Tofu-Metzger hängen hinten geräucherte Karotten statt Schinken“), die Liebe zu Jennifer Lopez oder seinen Berufwunsch Pilot sorgten für viel Gelächter.

Im Singspiel waren schon die ersten Szenen genial. Wie Luitpold Braun als Geheimagent „007 Horst Seehofer“ mit Julia Eberle als „Moneypenny Ilse Aigner“ flirtet, war James Bond pur. Danach das Kanzlerbüro mit Anna Eberle als „M Angela Merkel“ vor einem Plakat von sich selbst in Krisensitzung mit Michael Reith („008 Alexander Dobrindt“), Thomas Henneke („08/15 Markus Söder“) und Seehofer. Sie versuchen verzweifelt, die Wiederwahl im September gegen SPD-Konkurrent Martin Schulz zu sichern. Doch die Ideen („Ihn im See versenken“, „Selbstmord-Attentat“) lehnt Merkel ab.

Die Rettung ist Michael Eberle („Q“) mit seinem DCPEVP-Gefährt, quasi einer mit Starkbier angetriebenen Zeitmaschine. Die nutzt die Merkel-Truppe, um direkt in die Gemächer „erfolgreicher“ Herrscher zu reisen. Also überraschen sie Donald Trump (Robert Stöhr) im mit US-Fahnen dekorierten Himmelbett mit Ehefrau Melania (Johanna Stöhr). Doch dessen Tipps (Trump: „Baut eine Mauer, irgendwo.“ Merkel: „Das hatten wir schon.“ Trump: „Dann versuch’ was mit Rassismus, das geht immer.“ Seehofer. „Das geht auch nicht, die Asylbewerber hat sie selber eingeladen.“) überzeugen Merkel nicht wirklich. Nach dem Lied „Oh, Trump Donald, make us great again“ nach der Melodie von „Oh Susanna“ geht’s weiter in die Türkei, zu Recep Erdogan.

Putin und Erdogan können auch nicht helfen

Den gibt Kassebaum als genialen Proleten-Türken mit „voll krass“-Attitüde: „Was will die alte Frau hier? Ohne Kopftuch, ich glaub’ ich spinn’“, schimpft er über Merkel. Doch weil auch dessen Tipps, am besten alle ins Gefängnis zu werfen, nicht helfen, reist die deutsche Fraktion nach Russland zu Wladimir Putin, hervorragend gespielt von Max Bertl. Nachdem er einen Bär (Benni Keltsch) per Hand erlegt hat, füllt er die Deutschen erst einmal mit Wodka ab und bietet an, Soldaten und Panzer zu schicken. Dobrindt würde sich schon über Manipulationen der russischen IT-Experten freuen. Doch die Forderung, im Gegenzug müsse Russland das nächste Fußball-WM-Finale 3:0 gegen Deutschland gewinnen, folgt zur nächsten Abreise.

Nach der Rückkehr mit Kater im Kanzleramt, folgt schließlich das große Finale – und der Putsch: Zur Musik von „Kriminaltango“ wird zuerst die Kanzlerin um die Ecke gebracht, dann alle anderen – bis zum Schluss überraschenderweise nur Moneypenny übrig bleibt. Doch: „Was mache ich so ganz allein?“, sagte sie. Deshalb erwachen alle wieder, auch Trump, Putin und Erdogan sind da, und sie plädieren für Zusammenhalt: „In einer Welt, wo es zischt und kracht, sind wir nur gemeinsam eine Macht“, lautet das Schlusslied – die Schongauer CSU als große Welt-Versöhner. Auch wenn das Ende etwas kitschig ist, war das Singspiel wieder ganz großes Kino.

Als weiterer Auftritt kann man danach eigentlich nur verlieren. Doch der Hohenfurcher Feuerwehrkapelle gelang es, das Publikum auch nach mehr als vier Stunden noch zu fesseln – schon allein mit ihrem Start: Sie marschierten mit orientalischer Musik und türkischen Fähnchen ein, Frontmann Jürgen Fischer plärrte von der Bühne türkisches Kauderwelsch – bis er feststellte: „Sind wir nicht bei der Veranstaltung des türkischen Verkehrsministers? Volle Themaverfehlung.“

Dieser brillanten Parodie auf den deutsch-türkischen Streit um Wahlkampfauftritt folgt ein Gag-Feuerwerk. Traditionell wurden die Schongauer beschimpft, zum Brüllen komisch war Fischers „Schonglisch“-Übersetzung. Da wurde aus Sluyterman der „Burger-King“, sein Friseur zum „Helmut Hungry“, Oliver Kellermann zum „Mr. Underground“ und Marianne Porsche-Rohrer zur „Carrera-Mary“. Er lederte wiederholt übers Schongauer Brauhaus und den dortigen Starkbieranstich ab. Fischer bot sich als neue Attraktion für den Historischen Markt an, „zum halben Preis“ – sprach’s, setzte sich einen Wikinger-Helm auf und machte Furunkulus nach. Als Zugabe gab’s einen Sportbericht vom Bike-Park, bei dem unter anderem Michael Eberle („Lebensmotto: Leibgericht statt Amtsgericht“) auf die Schippe genommen wurde. Danach war’s aus – und jeder freut schon aufs nächste Jahr.

Schockerbock 2017 – dunkel und süffig.

Schockerbock 2017 – dunkel und süffig.

Der Schockerbock 2017 ist zu einem süffigen Starkbier herangereift. Davon konnte sich die Vorstandschaft der CSU bei der Bierprobe überzeugen.
Gebraut hat ihn der Schongauer Markus Langer in der Holzhauser Brauerei, einer Privatbrauerei zwischen Landsberg und Buchloe.
In diesem Jahr weist  er eine Stammwürze von 17 Prozent auf, der Alkoholgehalt liegt etwa bei 7,1  Prozent. Verwendet wurde die gleiche Malzschüttung wie im letzten Jahr,
der Hopfen kommt ausschließlich aus der Hallertau. Das Jubiläum 20 Jahre Schockerberg ( 24., 25. und 26.3.17) kann kommen.
Der offene Kartenvorverkauf findet am Samstag, 04.03.2017 von 14.00 – 15.00 Uhr im Fraktionsbüro, Münzgebäude (ehemalige Polizei).
Insbesondere gibt es an dem Tag die Karten für die Jubiläumsveranstaltung am Sonntag, 26.3.17 um 16.00 Uhr.
Danach werden die Restkarten bei Möbelerlebnis Bommersbach, Schwabbrucker Straße 8 verkauft

(Mo. – Do. 8 – 17.00 Uhr, Fr. 8 – 12.30 Uhr und Samstag 9.-12.00 Uhr).